Projekt: Kirchenkreis Havelland

Digitale Öffentlichkeitsarbeit für den Kirchenkreis Havelland

Website, Social Media, Newsletter und neue Formate für einen neu gegründeten Kirchenkreis

Mit der Fusion der Kirchenkreise Nauen-Rathenow und Falkensee entstand zum 1. Januar 2026 der Evangelische Kirchenkreis Havelland. Bereits seit August 2025 baue ich die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit auf – mit dem Ziel, Informationen aus Gemeinden, Einrichtungen und Kirchenkreis digital besser auffindbar zu machen und journalistische Inhalte über verschiedene Kanäle zu vermitteln.

Ausgangslage

Vor der Fusion verfügten die beiden Kirchenkreise Nauen-Rathenow und Falkensee über eigene Websites und E-Mail-Verteiler. Gemeinsame Social-Media-Kanäle gab es nicht; auch Newsletter und eine übergreifende digitale Veranstaltungskommunikation mussten neu aufgebaut werden.

Die Aufgabe bestand deshalb nicht nur darin, neue Kanäle einzurichten. Informationen aus Kirchengemeinden, Einrichtungen und Arbeitsbereichen mussten zusammengeführt, redaktionell gewichtet und für unterschiedliche Zielgruppen auffindbar gemacht werden.

Ein Leitgedanke dabei ist „Online first“: Informationen sollen möglichst digital veröffentlicht und so organisiert werden, dass sie dauerhaft auffindbar sind und über unterschiedliche Kanäle weitervermittelt werden können.

Was entstanden ist

Website

Für den neuen Kirchenkreis entstand ein gemeinsamer Webauftritt als zentrales digitales Informations- und Publikationsangebot. Ich habe dafür Inhalte und Seiten neu aufgebaut, Themen recherchiert und journalistisch aufbereitet sowie Angebote und Informationen aus den Gemeinden und Arbeitsbereichen zusammengeführt.

Zum Webauftritt gehören neben aktuellen Berichten, Interviews und Veranstaltungsinformationen zahlreiche dauerhaft nutzbare Informationsseiten – darunter ein Verzeichnis von rund 120 Dorfkirchen im Havelland (das weiterhin im Aufbau ist).

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Social Media & Kurzvideo

Für den Kirchenkreis habe ich die Präsenzen auf Instagram, Facebook und YouTube aufgebaut und dafür eigene redaktionelle Formate entwickelt. Ein Schwerpunkt sind kurze Videos, in denen Menschen aus Gemeinden und Einrichtungen selbst von einem Projekt, einem Ort oder einem aktuellen Thema erzählen.

Dazu gehören Themenfindung und Vorbereitung ebenso wie Interviewführung, Aufnahme und Schnitt. Entscheidend ist für mich, die Menschen vor der Kamera nicht einfach Statements abgeben zu lassen, sondern mit ihnen eine Form zu entwickeln, in der sie persönlich und glaubwürdig erzählen können.

Beispiel: Pfarrer Christoph Dielmann über die Sanierung der Kirche in Fahrland (September 2026)

Newsletter

Für den Kirchenkreis habe ich einen regelmäßigen Newsletter konzipiert und etabliert. Er verbindet journalistisch aufbereitete Themen aus dem Kirchenkreis mit kurzen Nachrichten, Porträts, Veranstaltungshinweisen und weiteren Informationen aus Gemeinden und Einrichtungen.

Ich verantworte Themenauswahl, redaktionelle Gewichtung, Texte, Bildauswahl und Zusammenstellung der einzelnen Ausgaben. Dabei soll der Newsletter nicht nur Informationen bündeln, sondern eine eigene Dramaturgie entwickeln: mit einem starken Aufmacher, unterschiedlichen Textlängen und wiederkehrenden Formaten wie dem „Menschen des Monats“.

Beispiel: Newsletter „Erntedank – und immer mit der Ruhe“

Veranstaltungen & Informationsfluss

Veranstaltungen aus zahlreichen Kirchengemeinden sollen digital auffindbar sein, ohne dass dieselben Informationen an verschiedenen Stellen immer wieder neu eingetragen werden müssen. Deshalb habe ich die systematische Nutzung der EKBO-Veranstaltungsdatenbank im Kirchenkreis vorangetrieben und Gemeinden dabei unterstützt, ihre Termine dort einzupflegen.

Die Datenbank dient dabei möglichst als zentrale Quelle: Ein einmal erfasster Termin kann für die Website des Kirchenkreises, weitere kirchliche Angebote und die Veranstaltungskommunikation auf anderen Kanälen genutzt werden. So wird aus einer einzelnen Veranstaltungsankündigung ein wiederverwendbarer Datensatz – und aus Öffentlichkeitsarbeit auch eine Frage sinnvoll organisierter Informationswege.

Wissen weitergeben

Öffentlichkeitsarbeit in einem großen, dezentral organisierten Kirchenkreis kann nicht allein an einer zentralen Stelle entstehen. Deshalb gehört für mich dazu, Mitarbeitende und Ehrenamtliche in den Gemeinden dabei zu unterstützen, selbst gute digitale Öffentlichkeitsarbeit zu machen.

Dafür konzipiere und veranstalte ich Online-Tutorials, die anschließend als Aufzeichnungen weiter genutzt werden können. Themen waren bisher unter anderem Storytelling auf Instagram, die Nutzung der kirchlichen Veranstaltungsdatenbank und die Gestaltung mit Canva. Dabei geht es nicht nur um die Bedienung einzelner Werkzeuge, sondern darum, Wissen so weiterzugeben, dass andere damit eigenständig arbeiten können.

Visuelles Erscheinungsbild

Mit dem neuen Kirchenkreis musste auch ein gemeinsames visuelles Erscheinungsbild entstehen. Für die Übergangsphase habe ich wesentliche Elemente des vorläufigen Corporate Designs konzeptionell entwickelt und auf unterschiedliche Medien übertragen – von Social Media und Website bis zu Plakaten und weiteren Printprodukten.

Parallel begleite ich die Entwicklung eines neuen Logos und Siegels für den Kirchenkreis. Dazu gehören die konzeptionelle Vorbereitung, die Arbeit mit Entwürfen und die Abstimmung darüber, wie sich das Erscheinungsbild über unterschiedliche digitale und gedruckte Medien hinweg einsetzen lässt.

Was dahintersteht

Gute Öffentlichkeitsarbeit besteht für mich nicht aus möglichst vielen einzelnen Veröffentlichungen. Entscheidend ist, wie Themen gefunden und gewichtet werden, wie Informationen ihren Weg aus einer Organisation nach außen finden und welches Format für welchen Inhalt geeignet ist.

Beim Aufbau der Öffentlichkeitsarbeit für den Kirchenkreis versuche ich deshalb, beides zusammenzudenken: gute Geschichten und funktionierende Informationswege. Website, Social Media, Newsletter, Veranstaltungskalender und Pressearbeit sollen nicht unabhängig voneinander arbeiten, sondern sich ergänzen. Und möglichst viele Menschen innerhalb der Organisation sollen in der Lage sein, dazu selbst gute Inhalte beizutragen.