Arbeitsproben

Text, Audio und digitale Formate gehören seit vielen Jahren zu meiner Arbeit. Hier eine Auswahl von Arbeiten, die unterschiedliche Seiten davon zeigen: journalistisches Erzählen, Schreiben für andere und die Entwicklung eigener Formate.

Hörfunkreportage: „Friedenslieder vor der russischen Botschaft“

Deutschlandfunk Kultur · Tonart am Vormittag · 2:27 Min. · 2025

Eine kurze Vor-Ort-Reportage über Berliner Bläserinnen und Bläser, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine regelmäßig vor der Russischen Botschaft zu einer musikalischen Friedensaktion zusammenkommen.

Während der Recherche stößt ein ukrainischer Tubist aus Donezk zufällig zu der Gruppe. Er lebt inzwischen in Dublin, hat sein Mundstück im Rucksack – und bekommt spontan ein Instrument geliehen. Aus der ungeplanten Begegnung entwickelt sich der zentrale Erzählmoment des Beitrags.

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Anmoderation

Die evangelische Kirche in Berlin hat genau das geschafft: Jeden Donnerstag um 18 Uhr kommen seit Kriegsbeginn Mitglieder von Berliner Posaunenchören und weitere Bläser vor der Russischen Botschaft zusammen und spielen Friedenslieder. Wie das auch nach drei Jahren und ohne Aussicht auf Frieden noch funktioniert – das hat Matthias Nöther für uns beobachtet.

Als die Ukraine vor über drei Jahren von Russland angegriffen wurde, begannen in vielen Ländern Europas Solidaritätsaktionen – auch in Deutschland. Etliche davon waren musikalischer Art. Doch so etwas verlangt viel Aufwand, und oft verebbt es nach ein oder zwei Konzerten. Wie gestaltet man Musik-Aktionen der Zivilgesellschaft, die ein politisches Signal senden sollen, nachhaltig und dauerhaft?

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Redenschreiben: Laudatio für Daniel Barenboim

Abgeordnetenhaus von Berlin · 2023

Daniel Barenboim wurde 2023 zum Ehrenbürger von Berlin ernannt. Einige Wochen nach der Verleihung der Ehrenbürgerwürde wurde im Abgeordnetenhaus sein Porträt für die Galerie der Berliner Ehrenbürger enthüllt. Zu diesem Anlass hielt die Präsidentin des Abgeordnetenhauses vor geladenen Gästen aus Politik und Kultur sowie aus Barenboims persönlichem und beruflichem Umfeld eine Laudatio.

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Den Ausgangspunkt bildet die Barenboim-Said-Akademie in Berlin. Zwei ihrer Absolventen – ein Geiger aus Damaskus und ein Pianist aus Tel Aviv – hatten zuvor bei der Feier musiziert:

„Sie, lieber Herr Barenboim, haben in Berlin mehr als einmal Musikerinnen und Musiker zusammengebracht, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Diese beiden Künstler heute vormittag haben sich genau nach dem Vorbild getroffen, das Sie gegeben haben. Der Geiger Bilal Alnemr stammt aus Damaskus und der Pianist Itamar Carmeli aus Tel Aviv. Die Städte sind nicht sehr weit entfernt voneinander, aber ihre Bevölkerung wird sich im Alltag leider nicht einfach begegnen.

Allerdings sind die beiden jungen Musiker Absolventen der Barenboim-Said-Akademie in Berlin-Mitte. […] Wie so oft, lieber Herr Barenboim, haben Sie hier die ganz unverwechselbare Mischung Ihrer Talente eingesetzt: Sie waren bei der Eröffnung 2015 bereits fast 25 Jahre in Berlin – und hatten einmal mehr den Mut zu etwas Neuem in unserer Stadt. […] Sie haben hier einmal mehr das Gespür für dasjenige gezeigt, was politisch möglich ist – und was politisch denkbar wäre.“

Von Barenboims Berliner Gegenwart führt die Rede zurück zu den Anfängen seiner Beziehung zur Stadt. Die Verbindung entsteht über Wilhelm Furtwängler – und damit über eine historisch keineswegs selbstverständliche Annäherung des jungen jüdischen Musikers an Deutschland:

„Sie wuchsen in Buenos Aires und Tel Aviv auf, an zwei Orten, von denen aus sich Berlin damals besonders weit weg angefühlt haben dürfte: Von Buenos Aires brauchten Sie allein nach Salzburg im Jahr 1952 satte 52 Stunden. Und von den Einwohnern Tel Avivs wiederum wollte damals kaum jemand nach Berlin. Viele ihrer jüdischen Verwandten und Freunde waren hier ermordet worden.

Ihr Vater teilte diese Vorbehalte: Furtwängler lud Sie als Klaviersolisten zu den Berliner Philharmonikern ein – Ihr Vater lehnte ab, es war ihm zu früh für eine Reise nach Deutschland. Aber Wilhelm Furtwängler gab Ihnen einen Brief mit. Es wurde Ihr Empfehlungsschreiben für die nächsten zwanzig Jahre.

Wenn Berlin zu diesem Zeitpunkt vielleicht nicht vollständig in Ihr Herz gelangte – es gelangte immerhin in Ihre Bewerbungsmappe. Zehn Jahre später und zehn Jahre nach Furtwänglers Tod gaben Sie dann Ihr Klavierdebüt bei den Berliner Philharmonikern.“

Die Beschäftigung mit Furtwängler bildet schließlich den Übergang vom biografischen Rückblick zum leitenden Gedanken der Rede:

„Es ging darum, die Arbeit einer künstlerischen Autorität im Detail zu verstehen: Bei Furtwängler bestand sie darin, musikalisch mit größtmöglicher Subjektivität zu gestalten – und zugleich die musikalischen Gedanken genau nachzuvollziehen, die ein Beethoven oder ein Bruckner im Notentext festgehalten hatten. In die Sphäre außerhalb der Musik könnte man übersetzen: die subjektiven Empfindungen und Erfahrungen immer wieder abgleichen mit dem, was Andere gefühlt und erfahren haben.

Gerade in diesem Sinn sind die Musik und das Musizieren für Sie eine Anleitung – dafür, wie sich Menschen auch im übrigen Leben begegnen sollten. Wer komponiert, ist auf Musizierende angewiesen und umgekehrt – Kammermusiker wiederum sind angewiesen auf ihre jeweiligen Partner.“

Am Ende führt dieser Gedanke zurück nach Berlin:

Lieber Daniel Barenboim, wir in Berlin sind dankbar dafür, dass Sie diese Haltung im Dienst der Kunst über eine so lange Zeit beharrlich verkörpert haben. Und dass Sie diese Haltung für eine so lange Zeit Ihres Lebens als ein Berliner gelebt haben.“

„Unter uns Berlinerinnen und Berlinern, über alle Stadtteile und Bevölkerungsgruppen hinweg, herrscht heute ein Gefühl vor: Wir leben in einer Metropole, die denkbar viele Lebensweisen, Glaubensrichtungen und ethnische Zugehörigkeiten in sich vereinigt. Viele von uns wollen dieses Selbstverständnis leben, sie wollen es gegenüber neu Hinzukommenden verkörpern und zugleich nach außen tragen. Für dieses Selbstverständnis ist die Haltung des Aufeinander-Angewiesen-Seins nicht nur zweckmäßig, sie ist notwendig.

Weitere Auszüge aus dem Manuskript auf Anfrage.

Zeitungsjournalismus: „Zwischen Sinfonie und Schlager“

Berliner Morgenpost · 2025

Die GEMA will die traditionelle Unterscheidung zwischen „Ernster“ und „Unterhaltungsmusik“ aufgeben. Was zunächst wie die Abschaffung einer überholten musikalischen Grenzziehung erscheint, berührt zugleich die wirtschaftliche Existenz insbesondere von Komponistinnen und Komponisten zeitgenössischer Kunstmusik.

Der Beitrag untersucht den Konflikt vor dem Hintergrund der Funktionsweise und Geschichte der Verwertungsgesellschaft: von der öffentlichen Debatte über GEMA-Gebühren und neuen Herausforderungen durch Streaming und KI bis zum Streit um die Verteilung der Einnahmen zwischen unterschiedlichen musikalischen Bereichen.

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Zwischen Sinfonie und Schlager

Die GEMA will als Verwertungsgesellschaft für Musikrechte die Trennung von „E“ und „U“ aufheben. Aber vor allem Komponisten rebellieren.

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Reportage: „Wie ich versuche, in einer deutschen Stadt politisch zu musizieren“

VAN Magazin · 2024

Eine Reportage über den Versuch, in Falkensee ein zivilgesellschaftlich engagiertes Blasorchester zu gründen – und über die praktischen, musikalischen und politischen Widersprüche, die dabei entstehen.

Der Text begleitet die Entstehung von KrassderWind aus der Perspektive des Initiators. Er ist damit zugleich Reportage und Reflexion darüber, was passiert, wenn eine Idee auf die Wirklichkeit trifft.

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Wie ich versuche, in einer deutschen Stadt politisch zu musizieren

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[Originalveröffentlichung bei VAN]

Aktuelle digitale und visuelle Arbeiten

Neben journalistischen Texten und Audioformaten gehören heute auch Video, Newsletter und visuelle Gestaltung zu meinen Arbeitsbereichen in der Öffentlichkeitsarbeit. Dabei entwickle ich Themen und Ideen und setze sie für unterschiedliche Medien und Nutzungssituationen um.

Social Media: „Kirchensanierung in Fahrland“

Konzeption, Interview, Aufnahme und Schnitt · 2026

Filmstill vom Kurzvideo zur Sanierung der Kirche in Fahrland – Konzeption, Interview, Aufnahme und Schnitt: Matthias Nöther
Kurzvideo zur Sanierung der Kirche in Fahrland – Konzeption, Interview, Aufnahme und Schnitt: Matthias Nöther

Pfarrer Christoph Dielmann berichtet über die Sanierung der Dorfkirche in Fahrland. Das Kurzvideo verbindet ein konkretes Bauprojekt mit der Person, die es vor Ort begleitet und hat außerdem werbenden Charakter für eine Veranstaltung.

Newsletter: „Erntedank – und immer mit der Ruhe“

Redaktion · Konzeption, Text, Bildauswahl und Zusammenstellung · 2026

Kirchenkreis-Newsletter 🌾Erntedank - und immer mit der Ruhe 😎 vom September 2026
Kirchenkreis-Newsletter 🌾Erntedank – und immer mit der Ruhe 😎 vom September 2026

Eine Ausgabe des regelmäßigen Newsletters des Evangelischen Kirchenkreises Havelland. Der Newsletter verbindet einen journalistischen Aufmacher mit Nachrichten, Porträts und Veranstaltungshinweisen aus dem Kirchenkreis.

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Plakat Erntegottesdienst

Konzeption und Gestaltung · KI-gestützte Umsetzung der Bildidee · 2026

Plakat "Wurzeln pflegen. Zukunft säen. Familiengottesdienst beim Havelländer Erntefest" 2026
Plakat „Wurzeln pflegen. Zukunft säen. Familiengottesdienst beim Havelländer Erntefest“ 2026

Entwicklung eines Veranstaltungsplakats, bei dem eine ungewöhnliche Bildidee als unmittelbarer Aufmerksamkeitsanker dient. Generative KI kam dabei als Werkzeug für die gestalterische Entwicklung und Umsetzung zum Einsatz.

Werbeanzeige Kirchenkreis

Konzeption und Gestaltung · KI-gestützte Umsetzung der Bildidee · 2026

Halbseitige Anzeige "Evangelischer Kirchenkreis Havelland" in der Stadtmarketing-Broschüre der Stadt Nauen 2026
Halbseitige Anzeige „Evangelischer Kirchenkreis Havelland“ in der Stadtmarketing-Broschüre der Stadt Nauen 2026

Halbseitige Anzeige „Evangelischer Kirchenkreis Havelland“ für eine Stadtmarketing-Publikation der Stadt Nauen. Die Gestaltung verdichtet den Kirchenkreis, seine Orte und Angebote zu einer über längere Zeit einsetzbaren Außendarstellung.